Evangelische Kirche in Zehdenick

Profil

Einweihungsjahr: 1812, Turm aus dem 13. Jh.

Turmhöhe: 49 m

Sitzkapazität: 250 Sitzplätze inklusive Empore

Heizung: vorhanden

Toiletten: vorhanden

Behindertengerechter Eingang: Ja.

Parkplätze: vorhanden

Catering: nein

 

Adresse: Am Kirchpl. 10 | 16792 Zehdenick

Homepage: Link zur Kirchengemeinde

 

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung von Zehdenick ist für das Jahr 1216 zu ermitteln. Im Zusammenhang mit der hochmittelalterlichen Abendmahlsfrömmigkeit ist im Jahr 1249 in Zehdenick das Phänomen des sog. „Wunderblutes“  bezeugt. Daraufhin stiftet der Markgraf von Brandenburg das Zisterzienser-Nonnenkloster „Zum Heiligen Kreuz“. Die Einführung der protestantischen Lehre in Brandenburg bedingt die Umwandlung des Klosters in ein Stift für adlige Damen. Zur Zeit der ersten urkundlichen Erwähnung von Zehdenick existierte vermutlich die Kirche am heutigen Ort schon.

 

Von dem Bau des 13. Jahrhunderts blieb nur der frühgotische Umbau des Breitturmes aus Feldsteinmauerwerk mit spitzbogigen Fenstern und einem abgetreppten spitzbogigen Westportal erhalten. Dieser mittelalterlich-frühneuzeitliche Kirchenbau in Zehdenick brannte 1687 aus uns wurde anschließend unter Benutzung der alten Mauern wieder aufgebaut. Beim Stadtbrand von 1801 wurde die Kirche erneut zerstört und in der Zeit von 1805 bis 1812 zu einem einschiffigen klassizistischen durch breite Lisenen gegliederter Putzbau mit flacher, verschalter Decke umgebaut. Der frühgotische Breitturmes aus Feldsteinen wurde erhalten und in den Neubau eingefügt. 

 

Die Kanzel befand sich dem Nordeingang gegenüber vor der mittleren Achse der südlichen Langseite. Ihr Platz markiert sich heute noch durch verkürzte Fensteröffnungen. Diese Kirche war für eine Gemeinde mit  reformiertem Bekenntnis bestimmt. Alle Plätze richteten sich nun zur Kanzel hin aus. So sollte deutlich werden, dass die Verkündigung des Evangeliums in der Predigt die Mitte des reformierten Gottesdienstes bildet.

 

Als 1822 auf Wunsch und Befehl des reformierten Königs Friedrich Wilhelm III. die Gemeinden mit lutherischem und reformiertem Bekenntnis zur Kirche der altpreußischen Union vereinigt wurden, konnte die lutherische Theologie des Gottesdienstes einsichtig machen, dass neben der Verkündigung des Evangeliums in der Predigt auch die Feier des Abendmahles wesentlich zum Gottesdienstes gehört. Die Gemeinde sollte zu Kanzel und Altar hin ausgerichtet sein, und so wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein neugotischer Altar anstelle eines Tisches vor der Kanzel aufgestellt.

 

Zum liturgischen Gerät der Kirchengemeinde  gehört u.a. ein aus dem Klosterbesitz stammender Kelch, der sich als Leihgabe im Dommuseum Brandenburg befindet und eine Taufschale mit der bildlichen Darstellung der Erzählung von der Urschuld des Menschen in 1. Mose 3 (sog. „Sündenfall“).

 

Die Orgel der Stadtkirche mit mechanischer Schleiflade und Registertraktur wurde 1986/87 von der Orgelbaufirma Fahlberg (Eberswalde) unter Verwendung von Pfeifenmaterial des pneumatischen Vorgängerinstrumentes (Schuke 1931, op. 131 mit 31 Register, II + P) erbaut. Sie hat 24 Register auf 2 Manualen und Pedal.

 

Die Gemeinde feiert ihren Gottesdienst an allen Sonntagen und Feiertagen um 10 Uhr. Nach einem gemeisamen Beginn, haben die Kinder die Möglichkeit einen Kindergottesdienst zu feiern. Dieser wird den Bedürfnissen der Kinder gerecht gestaltet und findet separat statt. Zum Ende kommen die Kinder und Erwachsenen wieder zusammen, um den Gottesdienst gemeinsam zu beenden. (In den Ferien findet kein Kindergottesdienst statt).

An jedem 1. Sonntag im Monat ist die Feier des Abendmahles fester Bestandteil des Gottesdienstes.

In der Zeit vom 1. Advent bis Gründonnerstag feiert die Gemeinde ihren Gottesdienst im geheizten Kirchsaal der Stadtkirche.

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